Fettstoffwechselstörung

Fettstoffwechselstörung – wenn sich der Stoffwechsel weigert

Was hat eine Fettstoffwechselstörung mit Abnehmen zu tun? Ganz einfach: Der Fettstoffwechsel kann eine ganz wertvolle Hilfe sein auf dem Weg, überschüssige Pfunde zu verlieren.

Liegt eine Störung des Fettstoffwechsels vor, kann diese zum erbitterten Feind gegen ungewünschte Kilos werden. Wir erläutern, was eine Fettstoffwechselstörung ist und welche Ursachen und Symptome dahinter stecken.


  • Stress lähmt den Fettstoffwechsel.
  • Eine Fettstoffwechselstörung kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen und Gefäße verstopfen.
  • Erhöhte Blutfettwerte zeigen eine Fettstoffwechselstörung an.
  • Die Störung kann meist durch Änderung von Ernährungs- und Lebensgewohnheiten gedämmt werden.

Wer zuerst kommt, stoffwechselt zuerst

In unserem Organismus wird immer der Makronährstoff verstoffwechselt, der im Blut gerade am höchsten konzentriert ist. Aus diesem Grund spielt besonders der Blutzuckerspiegel eine ganz wesentliche Rolle, denn dieser ist am dominantesten, vor allem direkt nach den Mahlzeiten.

Das bedeutet, dass dann der Fettstoffwechsel ruht. Das hat vor allem für Menschen eine große Bedeutung, deren Blutzuckerspiegel schnell und besonders wankelmütig ist, also für Diabetiker und Menschen ohne Fettstoffwechseltraining. Für sie ist es deutlich schwerer, vom Fettstoffwechsel zu profitieren, als für Sportler.

Stress wirkt auf unseren Stoffwechsel

Fettstoffwechsel bei StressAuch ein anderer Faktor bewirkt, dass unser Organismus bevorzugt Kohlenhydrate verstoffwechselt: Stress! Denn durch Alltagsstress werden vermehrt Stresshormone wie zum Beispiel das Cortisol ins Blut abgegeben.

Das hat seinen Grund darin, dass unsere biologischen Stressprogramme immer noch auf die Bedürfnisse der Urzeitmenschen ausgerichtet sind. Für sie bedeutete Stress immer Kampf oder Flucht. Um die muskuläre Leistung bereitstellen zu können, muss unser Körper den schnell verfügbaren Zucker zur ATP-Gewinnung verstoffwechseln.

Dauerbelastung schaltet den Fettstoffwechsel ein

Auch bei sportlicher Betätigung beginnt unser Körper die Muskelenergie zunächst durch Glykose zu gewinnen. Nach etwa vier Minuten intensiven Trainings sind wir aus der Puste. Wir sind so sehr in „Sauerstoffschuld“ geraten, dass unser Körper zuerst in den anaeroben Stoffwechsel umschalten musste. Durch dessen Abfallprodukte sind nun unsere Muskeln übersäuert und wir müssen „einen Gang zurückschalten“, also die Trainingsintensität verringern.

Dadurch kann dann wieder genug Sauerstoff in unsere Muskelzellen gelangen und der Körper ist in der Lage, unterstützend Fette zu verstoffwechseln – eine andere wertvolle Energiequelle, die er nun bevorzugt zur Energiebereitstellung verwendet, denn die Glykogenspeicher in Muskeln und Leber sind längst aufgebraucht. Es gibt also ein regelrechtes Fettstoffwechseltraining!

Wichtig: Vor allem wer seine Stoffwechselaktivität anregen möchte, um den Fettstoffwechsel anzukurbeln, muss darauf achten, seine körperliche Belastung gut zu dosieren, um so laktatarm wie möglich zu trainieren. Denn so lange viel Laktat gebildet wird, befinden sich unsere Muskeln weiterhin im Kohlenhydratstoffwechsel. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Fettstoffwechseltraining!

Fettstoffwechsel – was passiert da?

Beim Fettstoffwechsel können wir, genau wie beim Kohlenhydratstoffwechsel, zwei prinzipielle Stoffwechselwege unterscheiden: den anabolen Fettstoffwechsel und den katabolen Fettstoffwechsel.

Anaboler Fettstoffwechsel

Vom anabolen Fettstoffwechsel sprechen bei der Verwertung der Nahrungsfette. Der anabole Fettstoffwechsel sorgt dafür, dass die mit der Nahrung aufgenommen Lipide (Fettsäuren), Cholesterine und Triglyceride für unseren Organismus so aufbereitet werden, dass sie anschließend in körpereigene Bestandteile eingebaut werden können. So können sie als Lipiddoppelschichten zu Zellwänden werden. Aber auch Hormone und hormonähnliche Substanzen verdanken ihre Existenz meist den Nahrungsfetten.

Wichtige Funktionen erfüllen aber auch Körperfettzellen, die aus Nahrungsfetten und überschüssigen Kohlenhydraten gebildet werden können. Sie dienen einigen Organen, wie zum Beispiel den Nieren und dem Herz als Schutz und Stoßdämpfer, können aber auch als Energiespeicher dienen. Nicht zuletzt dienen Nahrungsfette auch der Energiegewinnung im Körper.

Als Energieträger bieten Fette sogar eine besonders gute Ausbeute, enthalten sie doch immerhin etwa 9 Kilokalorien pro Gramm, während Eiweiße und Kohlenhydrate nur etwa 4 Kalorien pro Gramm liefern.

Power aus Fett

Hochwertige Fette
Vor allem Fettsäuren spielen eine Rolle, wenn es darum geht, Energie aus Fetten zu gewinnen. Die Energiefreisetzung aus den Fettsäuren geschieht mit Hilfe der so genannten β-Oxidation. Wie der Name β-Oxidation schon vermuten lässt, ist es notwendig, dass zur Energiegewinnung aus Fetten Sauerstoff vorhanden ist. Es handelt sich also um einen aeroben Fettstoffwechsel.

Vor allem Ausdauersportler setzen auf die Fette als zuverlässige lang anhaltende Energielieferanten. Denn durch einen auf Hochtouren laufenden Fettstoffwechsel ist der aerobe Anteil der Energiegewinnung besonders hoch, was die wertvollen Glykogenreserven des Körpers schont.

Ein zweiter Vorteil des vorwiegenden Fettstoffwechsels ist die Tatsache, dass es nur in einem sehr kleinen Ausmaß zu einer anaeroben Glykolyse kommt. So vermeiden die Athleten, dass die Laktatkonzentration im Körper zu hoch wird. Schmerzende Muskeln und eine Übersäuerung des Organismus werden dadurch vermieden.

Kataboler Fettstoffwechsel

Beim katabolen Fettstoffwechsel werden körpereigene Fettzellen abgebaut und der Energie- und Nährstoffgewinnung zugeführt. Zum katabolen Fettstoffwechsel kommt es durch Nahrungsmangel oder eine einseitige Ernährung.
Körpereigene Fettzellen werden abgebaut und durch die β-Oxidation in den zelleigenen Mitochondrien zur Energiegewinnung herangezogen. Doch bei der β-Oxidation wird vermehrt Acetyl-CoA, ein Abkömmling des Coencym A, im Blut angesammelt und gelangt in Folge in die Leber.
Durch diesen Überschuss bildet die Leber die Transportform des Acetyl-CoA, die Ketonkörper genannt wird. Diese Ketonkörper werden zur Energiegewinnung herangezogen. Dies schaffen, nach einer gewissen Umstellungsphase, dann nicht nur die Muskelzellen, sondern auch die sonst ausschließlich auf Glukose spezialisierten Gehirnzellen.

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Was ist eine Fettstoffwechselstörung

Alle Störungen bei der Herstellung, der Verarbeitung und des Transports der Fette in unserem Körper bezeichnet man als Fettstoffwechselstörung. Doch nicht nur der Fettgehalt im Blut der Betroffenen ist bei einer Fettstoffwechselstörung meist erhöht, auch das Abnehmen wird äußerst schwierig.

Folgen einer Fettstoffwechselstörung

Dies bedeutet für Menschen mit Fettstoffwechselstörung meist auch ein erhöhtes Risiko, an den weit verbreiteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßverstopfungen zu erkranken. Doch erschreckenderweise sind es gerade Erkrankungen dieses Formenkreises, die weltweit zu den häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit und Tod gehören. Denn zu dem erhöhten Gehalt an Fetten im Blut und somit in den Blutgefäßen kommt, dass sich auch die Gefäße selbst verändern. Sie verengen sich, wodurch auf Dauer zu wenig Blut und somit Sauerstoff in die feinen und feinsten Haargefäße von Gehirn und Herz gelangen können. Infarkte im Gehirn und dem Herzen sind die Folge.

Entstehung einer Fettstoffwechselstörung

Man spricht von einer Dyslipidämie, also einer Fettstoffwechselstörung, wenn die festgelegten Werte für den Gehalt an Blutfetten überstiegen werden. Dies kann alle Fettbestandteile betreffen, aber auch nur eine oder mehrere Untergruppen. Als Ursachen nimmt man an, dass bei einigen Menschen eine genetische Veranlagung zur Fettstoffwechselstörung besteht. Bei den meisten anderen Menschen tritt sie in Folge einer anderen Erkrankung auf. Solch eine Krankheit, die eine Fettstoffwechselstörung hervorrufen kann, wird Grunderkrankung genannt.

Mögliche Ursachen

blutscreening zum erkennen einer fettstoffwechselstörungSolche Grunderkrankungen können Diabetes, Nieren- und Schilddrüsenkrankheiten. Doch auch ein Rückstau in der Galle, Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum und ungeeignete Ernährungsgewohnheiten können zu Fettstoffwechselstörungen führen.

Dazu kommt, dass einige Medikamente, wie Cortison und manche Blutdrucksenker auch einen schlechten Einfluss auf den Fettstoffwechsel haben und somit Fettstoffwechselstörungen auslösen können.

Primäre Dyslipidämie

Bei der genetischen Form der Fettstoffwechselstörung spricht man in der Medizin auch von einer primären Dyslipidämie, wogegen die Fettstoffwechselstörung aufgrund einer anderen Erkrankung als sekundäre Dylipidämie bezeichnet wird.

Die Dyslipidämie, also die Fettstoffwechselstörung, gilt nicht als eigene Krankheit. Sie gilt vielmehr als ein Symptom, also die Folge anderer Erkrankungen. Das bedeutet natürlich aber auch, dass die Dyslipidämie meist sehr gut behandelt werden kann, sobald man die zugrunde liegende Grunderkrankung behandelt.

Das ist eine gute Nachricht für die etwa 50% aller Menschen über 40 Jahre, die in den Industrienationen statistisch gesehen erhöhte Blutfettwerte haben. Man kann die Fettstoffwechselstörung also in weiten Teilen der Erde als wahre Zivilisationskrankheit bezeichnen. Kein Wunder, da die Fettstoffwechselstörung häufig durch Ernährungsfehler und Bewegungsmangel stark gefördert wird.

Eine der bedrohlichsten Faktoren ist jedoch die Tatsache, dass eine Fettstoffwechselstörung normalerweise keinerlei Symptome zeigt. In den betroffenen Personen tickt somit eine Zeitbombe, von der sie meistens erst durch eine Routineuntersuchung beim Arzt zum ersten Mal erfahren. Doch häufig kommt eine Fettstoffwechselstörung erst ans Licht, wenn es schon zu spät ist und sich eine ernsthafte Folgeerkrankung schon manifestiert hat. Die Symptome dieser Folgeerkrankung sind es dann meist, die den Patienten veranlassen, das erste Mal einen Arzt aufzusuchen.

Blutfette – nicht nur die Menge macht’s

Als Richtwerte zur Bewertung, ob eine Fettstoffwechselstörung vorliegt oder nicht, werden sowohl der Gehalt der Triglyceride als auch der Cholesterine im Blut herangezogen. Bei den Cholesterinen unterscheidet man den Gesamtcholesteringehalt genauso, wie den Gehalt an HDL (dem „guten“ high density lipoprotein) und LDL (dem „schlechten“ low density lipoprotein).
Im engeren Sinne sind eigentlich nur Triglyceride wirkliche Fette. Die Lipoproteine sind eher Transportproteine, mit deren Hilfe die Fette an die Stellen im Körper gebracht werden, an denen sie gerade benötigt werden.

Außer LDL und HDL gibt es noch die VLDL und Chylomikronen als Transporteure. Während LDL Fette von der Leber zu entfernteren Stellen im Körper transportieren, gehen die Fette mit Hilfe der HDL zurück in Richtung Leber.

Wichtig: Während nur sehr selten ein zu niedriger Wert an Blutfetten festgestellt wird, sind die Erhöhung der Blutfette aber auch Störungen beim Transport oder der Verarbeitung von Fetten häufig.

Behandlung von Fettstoffwechselstörungen

Die Therapie, also die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen basiert meist auf drei grundlegenden Pfeilern.

1. Änderung des Lebensstils:

  • Fettstoffwechseltraining in Form von vermehrtem, moderaten Ausdauertraining
  • Veränderung der Essens- und Trinkgewohnheiten

2. Risikofaktoren verringern:

  • Weniger Alkoholkonsum
  • Gewichtsreduktion
  • Behandlung des Bluthochdrucks
  • gute Einstellung des Diabetes

3. Medikamentöse Behandlung

Zu Beginn der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen stehen immer die Punkte eins und zwei, also die Veränderung der Lebensgewohnheiten und die Vermeidung weiterer Risikofaktoren. Erst wenn diese beiden Säulen nicht ausreichen, um die Fettstoffwechselstörung zu beheben, sollten spezielle Medikamente gegen die Dyslipidämie verschrieben werden.

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